Jüngere wollten das oft nicht wahrhaben, findet Hawke. "Aber das Leben besteht aus vielen Kompromissen und ziemlich viel Grau", sagte der Schauspieler im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Seine Erfahrungen hätten zumindest das Verhältnis zu seinen früh geschiedenen Eltern verbessert. "Du meinst, sie sind vielleicht schwach oder sie lieben dich nicht genug", sagte er. "Wie kompliziert das alles ist, konnte ich damals gar nicht verstehen." Seit er selbst Kinder habe, wisse er es besser - und habe seinen Eltern viele Dinge vergeben.

Die Balance zwischen eigenen Träumen und Vatersein zu finden, sei für ihn sehr schwierig gewesen. Noch immer gebe es Momente, in denen er kinderlose Kollegen wie George Clooney beneide, die viel mehr Dinge machen könnten.

2005 war Hawkes Ehe mit Uma Thurman geschieden worden, seit 2008 ist der vierfache Vater mit seiner Frau Ryan verheiratet. Derzeit ist er in dem zwölf Jahre umfassenden Experimentalfilm "Boyhood" als geschiedener Vater zu sehen. Für sein Leben in zwölf Jahren hegt Hawke grosse Hoffnungen: "Das wird eine fantastische Zeit." Sein Dasein als Betreuer kleiner Kinder sei dann endlich vorbei.