Gastronomie

Erstmals erhält ein Deutschschweizer drei Michelin-Sterne

3-Sterne-Koch Andreas Caminada (Archiv)

3-Sterne-Koch Andreas Caminada (Archiv)

Erstmals erhält ein Deutschschweizer Restaurant die höchste kulinarische Wertung von drei Sternen im Restaurantführer Guide Michelin Schweiz. Die Ehre zuteil kommt dem Restaurant «Schauenstein» in Fürstenau GR von Küchenchef Andreas Caminada (33).

Das erst 2003 eröffnete Haus erhielt bereits 2005 seinen ersten Stern und gehört seitdem zu den grossen Namen in der Schweizer Restaurantszene. Trotz des Aufstiegs vom "Schauenstein" in die Königsklasse bleibt die Zahl der Schweizer 3-Sterne-Häuser weiterhin bei zwei Adressen. Der Grund: Das seit 1998 mit drei Sternen ausgezeichnete "Le Pont de Brent" wird wegen Stabsübergabe auf zwei Sterne herabgestuft.

Die Restaurants mit zwei Sternen konnten gemäss den Informationen vom Dienstag hingegen zulegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind drei neue Restaurants ausgezeichnet worden. Neu gehören 16 Adressen zur erlauchten Gilde. Weitere 75 Häuser zeichnete Guide Michelin mit einem Stern aus, das entspricht einem Zuwachs von sechs Restaurants.

Schon im Oktober hatte die Konkurrenz die Schweizer Restaurantszene positiv beurteilt: Der GaultMillau 2011 listete insgesamt 835 Restaurants und 100 Hotels in der ganzen Schweiz mit Punkteköchen auf. 100 neue Namen wurden aufgeführt; 93 wurden höher bewertet als im Vorjahr und nur 42 tiefer. Als Koch des Jahres zeichnete der Gastroführer Peter Knogl vom Hotel "Les Trois Rois" in Basel aus.

Der Guide Michelin Schweiz 2011, der am Donnerstag in den Handel kommt, empfiehlt auf 520 Seiten insgesamt 871 Hotels und 666 Restaurants in allen Kategorien. Mit insgesamt 113 Sternen ist die Schweiz weiterhin das Land mit den meisten Michelin-Sternen pro Einwohner.

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