Monarchie

Erste Königliche Scheidung in Spanien

Foto aus besseren Zeiten: Die königliche Familie (Archiv)

Foto aus besseren Zeiten: Die königliche Familie (Archiv)

Zum ersten Mal seit der Wiedereinführung der Monarchie in Spanien lässt sich ein Mitglied des Königshauses scheiden. Die Königstochter Elena (45) und ihr Mann Jaime de Marichalar (46) kamen überein, ihre Ehe nach mehr als 14 Jahren aufzulösen.

Ihre Anwälte unterzeichneten einen Scheidungsvertrag und reichten ihn bei einem Madrider Familiengericht ein. Die älteste Tochter von König Juan Carlos und Königin Sofía vereinbarte mit ihrem Mann, dass die Ehe "im beiderseitigen Einvernehmen" geschieden wird.

Scheidungen sind im spanischen Königshaus höchst ungewöhnlich. In der Geschichte sind bisher nur zwei Fälle dokumentiert. Sie reichen in eine Zeit zurück, als in Spanien keine Monarchie herrschte: In den 30er und 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts liessen sich zwei Söhne von König Alfonso XIII., dem Grossvater des jetzigen Monarchen, von ihren Frauen scheiden.

Vor gut zwei Jahren teilte das Königshaus offiziell mit, dass Elena, die Nummer vier der Thronfolge, sich von ihrem Mann, einem adeligen Bankier und Geschäftsmann, "vorübergehend" getrennt habe. Der Palast wollte damals den Eindruck erwecken, als wäre eine Rettung der Ehe noch möglich. Der König und noch mehr die Königin setzten alle Hebel in Bewegung, um das Paar wieder zusammenzubringen, aber vergebens.

Elena und Marichalar wollen nach übereinstimmenden Presseberichten erreichen, dass ihre Ehe auch von der katholischen Kirche annulliert wird. Darüber muss der Vatikan entscheiden.

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