Erst Anfang November offenbarte sich die ehemalige Film-Assistentin Anna Graham Hunter im «Hollywood Reporter», dass Schauspiellegende Dustin Hoffman (80) sie 1985 als 17-Jährige sexuell bedrängt haben soll. Sie schrieb in einem Gastbeitrag: «Er fragte mich an meinem ersten Tag am Set, ob ich ihm eine Fussmassage geben würde. Ich tat es. Er fasste mich danach am Hintern und wollte mit mir über Sex reden. Eines Morgens ging ich in seine Umkleidekabine, um seine Frühstückswünsche entgegenzunehmen. Er sagte: ‹Ich möchte ein hartes Ei – und eine weiche Klitoris.› Seine Kollegen lachten, ich ging ins Bad und weinte.»

Hoffman reagierte damals auf die Vorwürfe mit einer Stellungnahme. Er habe «grössten Respekt» für Frauen und er fühle sich schrecklich, dass er die Frau möglicherweise durch sein Verhalten in eine «unangenehme Situation» gebracht haben könnte. «Dies reflektiert nicht, wer ich bin», zitierte das Blatt den Schauspieler. Scheinbar doch, denn jetzt melden sich im US-Magazin «Variety» drei weitere Frauen, die von Übergriffen des Hollywoodstars berichten und in den 1970er- und 1980er-Jahren stattgefunden haben sollen.

Eine von ihnen ist Melissa Kester. Sie war dabei, als Hoffman 1987 einen Song zu seinem Film «Ishtar» aufnahm, weil sie bei ihrem Freund im Tonstudio war. Hoffman rief sie zu sich und begann sie zu belästigen. Und das, obwohl ihr Freund die beiden durch eine Scheibe sehen konnte. «Er schob seine Finger in meine Hose und steckte sie dann in mich rein», erzählt Melissa Kester. «Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Es ist schockierend, wenn einem so etwas passiert.»

Cori Thomas war eine Freundin von Hoffmans Tochter Karina und erst 16 Jahre alt, als der Schauspieler sie belästigte. «Hollywood Entertainment» bat Dustin Hoffman um eine Stellungnahme zu den neuen Vorwürfen. Doch stattdessen kam ein Statement von seinem Anwalt, der die Behauptungen als «verleumderische Lüge» bezeichnete. (erco)