Es ist eine kleine, aber feine Geschichte aus Deutschland. Ein Linienbusfahrer in Erlangen greift zum Mikrofon, als 15 Asylbewerber einsteigen.

Auf Englisch sagt er: «Ich habe eine wichtige Botschaft für alle aus der ganzen Welt in diesem Bus: Willkommen! Willkommen in Deutschland, willkommen in meinem Land. Haben Sie einen schönen Tag.»

Wie gut, dass er an die Kollegin übergeben kann 

Eine rührende Anekdote in Tagen wie diesen, wo doch eher die Hetze gegen Flüchtlinge Thema ist. Das schien auch Moderator Claus Kleber durch den Kopf gegangen zu sein.

Als er die Meldung am Mittwochabend im «Heute Journal» des ZDF verliest, als er übersetzt, was der Busfahrer gesagt hat, versagt ihm fast die Stimme. Beinahe kann man Tränen in seinen Augen erahnen.

Wie gut, dass Kleber kurz darauf an Kollegin Gundula Gause übergeben kann.

Die Berufskollegen zeigen ihre Anerkennung kurz darauf via Twitter: 

tweet kleber 01

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«Der Mann hat schon einiges erlebt»

Claus Kleber ist gestandener Journalist. Vor 30 Jahren stieg er ins TV-Business ein, seit 2003 moderiert er das «Heute Journal». Umso unerwarteter ist seine Gemütsregung.

«Der 59-Jährige war 16 Jahre lang als Korrespondent im Ausland, von den Terroranschlägen des 11. September 2001 berichtete er live aus den USA», schreibt «Die Welt». «Man kann also mit Sicherheit sagen, dass der Mann (...) in seiner Karriere schon einiges erlebt hat.»

TV-Kollegin mit Plädoyer gegen Hass im Netz 

Kleber ist nicht der einzige deutsche Fernsehmoderator, der zum Thema Flüchtlinge von sich reden macht.

ARD-Moderatorin Anja Reschke prangerte kürzlich in einem flammenden Kommentar rassistische Äusserungen im Internet an:

Hass im Netz: «Dagegen halten – Mund aufmachen» – Der Kommentar von Anja Reschke, NDR

Hass im Netz: «Dagegen halten – Mund aufmachen» – Anja Reschke redet Klartext.