Comedy

Elsener macht sich nur über Leute lustig, die ihm sympathisch sind

Kabarettist Michael Elsener wohnte mal kurzzeitig wie Diogenes in einer Tonne. Diese "Immobilie in bester Lage" rief damals die Steuerbehörde auf den Plan. Allerdings nicht im Ernst. (Archivbild)

Kabarettist Michael Elsener wohnte mal kurzzeitig wie Diogenes in einer Tonne. Diese "Immobilie in bester Lage" rief damals die Steuerbehörde auf den Plan. Allerdings nicht im Ernst. (Archivbild)

Parodisten, so denkt man, knöpfen sich Leute vor, die ihnen unsympathisch sind. Falsch gedacht, sagt der Zuger Comedian Michael Elsener: Er müsse die Menschen gern haben, die er parodiere. Schliesslich müsse er es ja während drei Jahren Tournée mit ihnen aushalten.

Parodie, so erklärte der 32-Jährige in der SRF-Sendung "Glanz & Gloria Weekend", sei übrigens ein Knochenjob. Er müsse sich dauernd auf dem Laufenden halten, ob die Leute, die er nachmache, ihre Angewohnheiten ändern oder nicht. Bundesrat Schneider-Ammann beispielsweise habe die Eigenheit, während Redepausen zu züngeln.

Eine Home-Story wollte der Comedian der Sendung nicht gewähren. Vor acht Jahren aber hatte er "Glanz & Gloria" eine solche versprochen. Er lud das Aufnahmeteam damals ins Zentrum Zugs und präsentierte dort einen Ochsner-Container als seine Behausung, hübsch garniert mit Balkonpflanzen und einem Gartensitzplatz davor.

Die Aktion hatte übrigens noch ein Nachspiel, wie Elsener erzählt. Er hatte damals seine Wohntonne unweit des Gebäudes platziert, in welchem die Steuerbehörde untergebracht war. Als er das nächste Mal mit dem Amt Kontakt hatte, wies man ihn darauf hin, dass man über "seine Immobilie in bester Lage" dann noch verhandeln müsse.

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