Gemäss der Zeitung «Schweiz am Sonntag» lädt die Sergej-Rachmaninoff-Stiftung am kommenden Dienstag zu einer Präsentation in die prestigeträchtige Traumvilla Senar in Hertenstein (Weggis). Dies unter anderem auch im Namen der Schweizer Botschaft in Moskau.

Was genau präsentiert wird, ist noch geheim. Bekannt ist, dass die Erbengemeinschaft von Rachmaninoff sich vom riesigen Anwesen trennen will.

Der Verkauf ist jedoch an Auflagen geknüpft: Die Käuferschaft muss garantieren, dass das Haus auch in hundert Jahren noch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Wie es der Wunsch des Enkels Alexander Rachmaninoff war, soll eine nachhaltige Lösung als Museum gefunden werden.

In den Medien hiess es immer wieder, der russische Präsident Wladimir Putin wolle die Villa kaufen. Putin höchstpersönlich habe das Kulturministerium angewiesen, den Kauf und den Nachlass des Komponisten Sergej Rachmaninoff (1873–1943) zu tätigen. Putin ist ein grosser Fan von dessen Werken.

Putin und die Schweizer VIlla: Der Wunsch geht in Erfüllung

Putin und die Schweizer VIlla: Der Wunsch geht in Erfüllung

Nun scheint nach jahrelangen Verhandlungen endlich Schwung in die Angelegenheit zu kommen: «Das Ganze ist sehr kompliziert, aber wir arbeiten an einer Lösung und können diese bald präsentieren», sagt Ettore F. Volontieri gegenüber «Schweiz am Sonntag».

Der General Manager der Rachmaninoff-Stiftung verrät, dass am Schluss wohl mehrere Länder an der Villa beteiligt sein würden. «Darunter sicher auch Russland!»

Damit geht Wladimir Putins Wunsch endlich in Erfüllung. Gemäss Volontieri werde jedoch kein Museum entstehen, sondern ein belebtes Kulturzentrum.

Inbegriffen im Kaufpreis ist das gesamte Anwesen (2000 Quadratmeter) inklusive des Inventars. Rachmaninoff lebte von 1934 bis 1939 mit seiner Familie darin und schrieb dort unter anderem die Paganini-Variationen. Die Villa beherbergt das Klavier des Komponisten, verschiedene Manuskripte zu seinem Werk und viele persönliche Gegenstände.