Der Anlass vor 400 geladenen Gästen fand bei strahlendem Sonnenschein statt. Bundesrat Didier Burkhalter konnte es sich nicht verkneifen, diesen Umstand und die Schönheit des Neuenburgersees in diesem Licht wiederholt in seine Rede einzuflechten, wie dem Redetext zu entnehmen ist.

Dem Motto des Tages "Vivre ensemble" - zusammen leben" der Universität Neuenburg folgend, sprach er sein präsidiales Engagement für die Jugend an, für welche er Politik mache. Doch auch die Zukunft der Schweiz in Europa, das bilaterale Verhältnis, der Forschungsplatz Schweiz oder ihre Innovationsstärke erwähnte er. Und er warnte vor einem Ja zur Ecopop-Initiative.

Im Namen der vier Geehrten bedankte er sich bei der Universität Neuenburg, die nicht die grösste, vielleicht sogar die kleinste Universität sei. Sie habe aber die schönste aller Grössen: Den gemeinsamen Willen, die Offenheit gegenüber anderen, die Überzeugung für eine bessere Welt, die Menschlichkeit, an die Jugend zu glauben.

Burkhalter erhielt den Ehrendoktortitel Dr. honoris causa für sein beispielhaftes Engagement für eine freie, dynamische und weltoffene Schweiz und ihrer Institutionen, wie die Universität am Samstag mitteilte. Geehrt wurde auch sein ehemaliger Mitarbeiter im Innendepartement beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), Direktor Thomas Zeltner. Dieser ist heute Sondergesandter bei der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Einen Ehrendoktortitel erhielt auch die Mathematikerin und Erziehungswissenschafterin Yuko Harayama für ihre interdisziplinären Analysen verschiedener Bildungssysteme und ihrem politischen Umfeld. Die Sprachwissenschaftlerin Margarethe Billerbeck, Pionierin der Frauenförderung an Westschweizer Universitäten, erhielt den Ehrendoktortitel unter anderem für ihren Beitrag zum internationalen Renommée der klassischen Schweizer Philologie.