"Früher war die Hitparade einzigartig, brachte als einzige Sendung Popmusik in die Schweizer Stuben. Heute hat sie an Bedeutung verloren. Hitparaden gibt es inzwischen auf allen Sendern", sagt der 66-Jährige im Interview mit der "Neuen Luzerner Zeitung".

Dennoch mag er Popmusik noch immer - auch Lady Gaga: "Ja, sehr gerne sogar, ich besuchte vor etwas mehr als einem Jahr ein Lady-Gaga-Konzert in Miami." In Marquards Publikationen dreht sich denn auch fast alles um Mode, Lifestyle und Unterhaltung. Sein Verlag war früher aber auch schon im politischen Journalismus in Polen und Ungarn tätig.

Der Verleger schaut mit gemischten Gefühlen auf diese politische Zeit zurück. "Immer wieder musste ich vor Ort Probleme ausbaden, welche durch die Journalisten ausgelöst wurden. Das war am Anfang spannend, aber mit der Zeit empfand ich dies als Belastung", so der Medienmann.

Die Macht habe ihn nie besonders gereizt. "Es ging mir nie um Macht und Einflussnahme. Ich bin ein kommerziell orientierter Verleger und als solcher an einem rentablen und wachsenden Geschäft interessiert", so Marquard.