gerhard kneier, ddp

Der gebürtige Iraner setzte sich am Samstagabend im Finale der RTL-Castingshow überraschend gegen seinen einzigen verbliebenen Konkurrenten, Menowin Fröhlich, durch. Die Jury war geschlossen für den Exhäftling Fröhlich, doch die Mehrheit der Fernsehzuschauer verhalf per Televoting mit 56,4 Prozent der Anruferstimmen dem gefühlvoll auftretenden Mehrzad Marashi mit seiner Soulstimme zum Erfolg. In der Endrunde von DSDS trat er mit Songs von Lionel Richie sowie Kool and the Gang auf. Zudem sangen beide Finalisten das von Dieter Bohlen eigens für das RTL-Finale geschriebene Lied «Don’t Believe», mit dem der in Hamburg lebende Gewinner Marashi jetzt die Charts stürmen will.

Heiratsantrag in der Show

Der junge Vater Mehrzad Marashi hatte im Lauf der Castingshow seiner 22-jährigen Freundin Denisse erfolgreich einen Heiratsantrag gemacht. Sie ist auch die Mutter seines im November 2009 geborenen kleinen Sohnes. Mit dem Geld, das er nun als Sänger verdient, will der neue «Superstar» denn auch seine kleine Familie ernähren.

Tränen bei Fröhlich

Äusserst enttäuscht und geknickt reagierte dagegen Kontrahent Menowin Fröhlich, der nicht nur die komplette Jury, sondern auch die weit überwiegende Mehrheit des Publikums in der Studiohalle hinter sich hatte. Der heute 22-Jährige war schon in der dritten Staffel 2005 unter die letzten 20 gekommen, wurde dann aber unter anderem wegen Betrugs und Körperverletzung zu zwei Jahren Haft verurteilt.

Er hatte versichert, seine Verfehlungen bereut zu haben und die zweite Chance für den Beginn eines neuen Lebens nutzen zu wollen. Kein Wunder, dass er nach der Ergebnisverkündung den Tränen nahe war. «War ich wirklich so scheisse?», fragte er. Dabei hatte Menowin im Finale wohl seinen bisher grössten Auftritt: Fröhlich riss Jury und Saalpublikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin. Der Grund für den zweiten Platz dürfte auf die Schlagzeilen über ihn zurückzuführen sein. Am Ende schien es ausgerechnet Hauptkonkurrent Marashi gelungen, Menowin wieder zum Lachen zu bringen. Die menschlichen Qualitäten des DSDS-Siegers waren schon vorher mehrfach von den anderen Teilnehmern gerühmt worden. Auch die siebte Staffel von «Deutschland sucht den Superstar» war ein grosser Erfolg: Bis zu 9,32 Millionen Zuschauer verfolgten laut RTL am Samstagabend das Finale.