Zwischen zwei Sätzen vergass er aber ein Leerzeichen und schrieb "G-20.In". Twitter machte daraus automatisch einen Link zu einer Website mit der indischen Länderendung .in.

Da allerdings niemand die Domain besass, registrierte der Webdesigner Jason Velazquez aus Atlanta sie für fünf Dollar. Auf die Internetseite schrieb er "Donald J. Trump ist ein Verräter unseres Landes". Wer also auf den "G-20.In"-Link in Giulianis Tweet klickte, landete auf der Internetseite mit der Trump-Kritik. Bei Internetnutzern sorgte das für viel Erheiterung.

Giuliani konnte darüber aber gar nicht lachen - und schien auch nicht zu verstehen, was genau passiert war. In einem Tweet unterstellte der Berater für Cybersicherheit des Weissen Hauses dem Kurzbotschaftendienst böse Absicht: "Twitter hat es jemandem erlaubt, mit einer ekelhaften Anti-Präsidenten-Botschaft in meinen Text einzudringen", schrieb der frühere Bürgermeister von New York. Es handle sich um "Anti-Trumper".

Doch damit zog Giuliani noch mehr Spott auf sich. "Trumps Berater für Cybersicherheit weiss nicht, wie Twitter funktioniert", schrieb etwa der demokratische Berater Brad Reason. "Gut, dass Rudy ein Cyberexperte ist...", witzelte der bekannte Cybersicherheits-Experte Brian Krebs.