Dr. Beat Richner und Pfarrer Ernst Sieber sind seit Jahrzehnten grossartige Vorbilder für soziales Engagement. Der eine rettet in Kambodscha Millionen Kinder, der andere setzt sich ein Leben lang für die Randständigen unserer Gesellschaft ein. Ernst Sieber stirbt am 19. Mai mit 91 Jahren, Beat Richner am 9. September mit 73. Ihr Schaffen wird hoffentlich unvergessen bleiben und nachwirken.

Auch die Kulturwelt erleidet 2018 namhafte Verluste. Mit Aretha Franklin (16. August, mit 76) und Montserrat Caballé (6. Oktober, mit 85) verstummten zwei der grössten Gesangsstimmen aller Zeiten. Franklin holte mit ihrer Verbindung von Soul mit Jazz und Hits wie «Respect» total 18 Grammys. Caballé galt als letzte grosse Operndiva und schaffte dank «Barcelona» – gesungen mit Freddie Mercury – auch den Sprung in die Popwelt.

Soul-Diva Aretha Franklin ist tot: Ausschnitte aus ihren grössten Hits

Soul-Diva Aretha Franklin ist tot: Ausschnitte aus ihren grössten Hits

«Die Königin des Soul» hat den langjährigen Kampf gegen den Krebs verloren und ist im Alter von 76 Jahren verstorben.

Mit der Schweizerin Lyss Assia (14. März, mit 94), welche 1956 für die Schweiz den ersten Eurovision Song Contest gewonnen hat, und der Französin France Gall (7. Januar, mit 70), sterben weitere bekannte Sängerinnen.

In der Literatur beklagen wir unter vielen anderen den Verlust von US-Starautor Philip Roth (22. Mai, mit 85) und des britischen Nobelpreisträgers V. S. Naipaul (11. August, mit 85). Mit der Österreicherin Christine Nöstlinger (28. Juni, 81) stirbt auch eine der grossen Kinderbuchautorinnen.

Das Kino verliert mit Miloš Forman (13. April, mit 86) und Bernardo Bertolucci (26. November, mit 77) zwei grosse Regisseure. Der Tscheche wurde berühmt mit Filmen wie «Einer flog über das Kuckucksnest» oder «Amadeus», der Italiener mit «Der letzte Tango in Paris» oder «Der letzte Kaiser».

Auch die Schauspieler Burt Reynolds (6. September, mit 82) und Rolf Hoppe (14. November, mit 87) gehören zu den Grossen der Filmwelt, wozu man auch Comicautor Stan Lee (12. November, mit 93) und Schauspieler/Sänger Charles Aznavour (1. Oktober, mit 94) zählen darf.

In einer ganz anderen Branche war Paul Bocuse (20. Januar, mit 91) der Star schlechthin: Er gilt als Papst der französischen Küche. Die Wissenschaft verliert mit dem britischen Astrophysiker Stephen Hawking (14. März, mit 76) ebenfalls ein Aushängeschild. Und mit Showmaster Dieter Thomas Heck (23. August, mit 80) stirbt auch ein Grosser des deutschen Fernsehens.

Astrophysiker Stephen Hawking war ein "begnadeter Kommunikator"

Astrophysiker Stephen Hawking war ein "begnadeter Kommunikator"

Der "Archetypus eines behinderten Genies" - so bezeichnete sich Stephen Hawking selbst einmal. Mit seinen Theorien über die Geheimnisse des Weltalls fesselte er Forscher und Laien zugleich - bis zu seinem Tod.