Villakauf
Die Schöne, der Bankier und die Villa

3,2 Millionen für das Haus, 7,1 Millionen für das Baurecht am Land – so viel zahlen die iranischstämmige Zahnärztin Haleh Abivardi und der deutsche Investmentbanker Maximilian Brönner für ihren Umzug an die Pfnüselküste. Am Mittwoch stimmte der Zürcher Gemeinderat dem Geschäft zu.

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Limmattaler Zeitung

Martin Reichlin

Exakt Zehnmillionen-dreihundertzweiundvierzigtausend-achthundertundsiebenundfünfzig Franken ist Haleh Abivardi (40) und Maximilian Peter Frank Brönner (43) ihr neues Heim wert. Dafür erhält das prominente Ehepaar mit drei Kindern aber auch etwas geboten: Ein 2299 Quadratmeter grosses Grundstück direkt am See, ein 96 Jahre altes, denkmalpflegerisch wertvolles Haus, 450 Quadratmeter Wohnfläche, einen Garten mit altem Baumbestand, ein Bootshaus, ein Badehaus, die unverbaubare Aussicht auf die Goldküste sowie viele bewundernde Blicke von winkenden Menschen auf vorbeifahrenden Schiffen.

60 Jahre lang darf die Familie der Inhaberin des Zürcher Dentalunternehmens Swiss Smile und des Verwaltungsrats der Liechtensteinischen Investmentbank LGT Capital Partners in der Villa Mooser-Nef unmittelbar neben der Roten Fabrik wohnen bleiben. Dafür muss sie die Stadt Zürich mit 3,2 Millionen Frankeb für das Haus sowie 250 000 Franken jährlichem Baurechtszins entschädigen. Nach Ablauf der Vertragsdauer kann das Baurecht zweimal um 15 Jahre verlängert werden, bevor Villa und Land an die Stadt zurückfallen. Der Gemeinderat stimmte dem entsprechenden Vertrag gestern mit 98 zu 0 Stimmen bei 21 Enthaltungen der SVP zu.

Vorläufig dürfen die Brönner Abivaris den neuen Familiensitz aber noch für weniger als die baurechtlich vereinbarten 20 833 Franken pro Monat geniessen. Seit April läuft ein einjähriger Mietvertrag zu denselben Konditionen, die auch für den Vorgänger, den nach Wien abgezogenen Schauspielhaus-Chef Matthias Hartmann, galten. Der zahlte die aufsehenerregend tiefe Miete von 7000 Franken monatlich.