"Johnny gibt dir das Gefühl, du seist schon seit je her sein Freund gewesen", sagte Henriksen dem "Glattaler". "Die Leute haben ein falsches Bild von ihm. Er ist grosszügig und hilfsbereit. Er macht den Leuten Sandwiches, spricht mit jedem. Wenn ich in Los Angeles bin, kann ich immer bei ihm übernachten." Ausserdem sei Depp ein besserer Gitarrist, als mancher meine.

Etwas weniger gemütlich hat es Henriksen manchmal mit Alice Cooper, mit dem er seit zehn Jahren tourt. Einmal verletzte ihn Cooper mit einem Schwert auf offener Bühne. Eine Lederweste verhütete das schlimmste, aber der Arzt musste dennoch nähen. "Du wirst die Welt sehen, bekommst einen guten Lohn und ein paar Stiche", prophezeite ihm Cooper damals.

Bei seinen Reisen um die Welt lernte der Kalifornier eine Schweizerin kennen und lieben. Ihretwegen zog er zuerst nach Fehraltdorf, dann Wermatswil und schliesslich vor sechs Jahren nach Nänikon - ein Dorf, in dem niemand Englisch spreche, bedauert er. Er selber hat vor lauter Tournéen bisher keine Zeit für einen Deutschkurs gehabt. Zum Glück bringe ihm nun sein vierjähriger Sohn das Nötigste bei.