«Wenn ich abends rausgegangen bin, hat Papst Franziskus mich manchmal gefragt, ob er mitkommen kann», sagte der polnische Erzbischof Konrad Krajewski, der Spenden- und Sozialbeauftragte des Papstes. Zu den Aufgaben Krajewskis gehört es, abends Suppenküchen und andere Einrichtungen für bedürftige Menschen zu besuchen, mit ihnen zu beten und zu essen.

«Er hat nicht erkannt, was für ein Unbehagen er mit diesen Ausflügen ausgelöst hätte», sagte Krajewski nach Medienberichten vom Freitag über Franziskus' Wunsch, ihn zu begleiten.

Der Pontifex, der immer wieder eine «arme Kirche für die Armen» predigt, habe ihn bei seinem Amtsantritt aufgefordert: «Der Schreibtisch ist nichts für dich, vergiss ihn. Warte nicht, bis die Armen an deine Tür klopfen, geh raus.»

Zu Krajewskis Arbeit gehört auch, die Anfragen von Bedürftigen zu bearbeiten, die den Papst erreichen. Er unterzeichnet nach eigenen Angaben jede Woche rund 100 Schecks für Menschen, die den Papst um Hilfe bitten. Sie bekommen zwischen 200 und 1000 Euro.