Social Media
Der grosse Hype war zu viel: Facebook-Star Bendrit Bajra fürchtet sich vor Burnout und Herzinfarkt

Vor zwei Jahren hat der Social-Media-Star und Komiker Bendrit Bajra sein letztes Video gepostet. Warum ist es um ihn so ruhig in den Sozialen Medien geworden? In einem Interview hat der 22-Jährige nun über die Gründe seiner Abwesenheit gesprochen.

Ruth Steiner
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Bendrit Bajra hat es in den Sozialen Medien sehr schnell weit nach oben geschafft. Mit satirischen Facebook-Clips über den Unterschied zwischen "Usslendern" und "Schwiizern" ist er bekannt geworden – derzeit folgen ihm über 209'000 Personen auf Facebook und rund 60'000 auf Instagram.

Trotzdem ist es in letzter Zeit um den schweizerisch-kosovarischen Doppelbürger stiller geworden. In der letzten Sendung von «Zoom Persönlich» am Mittwochabend verriet er der Moderatorin Claudia Lässer, wieso.

Letztes Video auf Facebook in 2016:

«Ich habe sehr deutliche Anzeichen auf ein Burnout gehabt», erzählt der 22-Jährige. Mit 19 Jahren sei damals ein grosser Hype um ihn entstanden. So kam es, dass er zeitweise mehrere Auftritte und Termine an einem Tag wahrnahm.

Laut Bendrit war die Folge davon ein immer ungesünderer Lebensstil. Nachts habe er meistens irgendwo bei McDonald's gegessen, seine Nächte wurden immer länger, und das Frühstück war zugleich Mittagessen.

Als sein Körper das nicht mehr aushielt, sei er deswegen irgendwann zusammengeklappt und ging zum Arzt. «Es hiess: Wenn ich ein Jahr so weitermache, habe ich entweder ein Burnout oder einen Herzinfarkt», erklärt der Social-Media-Star.

Deswegen warte er auch noch, bis er wieder mehr auf seinen Social-Media-Kanälen postet. Er wolle so einem Stress nicht ausgesetzt sein, bevor er sich dafür nicht bereit fühlt. «Wieso soll ich mich mit 22 Jahren kaputt machen? Das Fundament bleibt ja», so Bajra. Von seiner Community habe er zudem Verständnis erhalten, als er die Situation auf Facebook erklärte – das bestärkt ihn.

Ansonsten scheint der Komiker weiterhin einen Plan vor Augen zu haben. Neben seiner Karriere in den Medien hegt der gelehrte Detailhandelsfachmann nämlich eine grosse Leidenschaft für Autos. Derzeit bewirbt er auf Facebook deswegen vor allem eine Website, über die er Autos verkaufen will.

Eine Frau gibt es zudem wohl auch in seinem Leben. Er hänge das bloss nicht so sehr an die grosse Glocke. «Ich finde, privat bleibt privat», erklärt er. Diese wird sich nach seinen Angaben bestenfalls irgendwann um die Kinder kümmern. Denn Bajra "könnte kein Hausmann sei". Er gehe arbeiten, was sie allerdings auch machen dürfe, "wenn sie das will". (cki)