"Ich liebe England beispielsweise. Ich finde den Humor grossartig und sehr sympathisch. Hier in Österreich ist es auch schon eine andere Nummer. Ich finde eure Komödien einfach viel witziger", sagte er im Gespräch mit der österreichischen Nachrichtenagentur apa.

Der deutsche Humor sei ihm manchmal ein bisschen zu plump. "Wir sind nicht die Witzigsten - das muss man einfach auch mal akzeptieren", so Brühl. Aber das sei ja keine Schande: "Wir machen super Autos und bauen solide Häuser. Wir haben viele Tugenden, die sehr löblich sind, aber mit dem Humor ist es halt schwierig."

Er habe auch seine Selbstzweifel, sagte Brühl weiter. "Das mit den Selbstzweifeln wird im Alter immer schlimmer. Ich dachte, es kommt irgendwann eine Routine, aber es wird schlimmer." Allerdings bewundert er "die Leute, die vor Selbstbewusstsein strotzen".

Dabei hat Brühl guten Grund, extrem stolz auf sich zu sein. "Die Türen sind aufgegangen", stellt er denn auch fest. Er gehört zu den erfolgreichsten Schauspielern Deutschlands. Nach Auftritten als Scharfschütze in "Inglourious Basterds" oder "Rush" als Niki Lauda kommt er 2016 als Bösewicht in "Captain America: Civil War" in die Kinos. Zunächst ist aber mit "Ich und Kaminski" Wolfgang Beckers Verfilmung von Daniel Kehlmanns gleichnamigem Roman an der Reihe.