Abstimmung

Connery und Co. äussern sich zu Schottlands Unabhängigkeit

Sean Connery, gebürtiger Schotte, lebt auf den Bahamas (Archiv)

Sean Connery, gebürtiger Schotte, lebt auf den Bahamas (Archiv)

Gehen oder bleiben? Diese Frage müssen die Schotten am 18. September beantworten, wenn sie über ihre Unabhängigkeit von Grossbritannien abstimmen. In die Debatte mischen sich auch Promis ein - von Sean Connery über Emma Thompson bis Mick Jagger.

Schottische Prominente und ihre Kollegen aus England heizen die Debatte um Schottlands Unabhängigkeit kurz vor der Abstimmung an. Oscar-Preisträger Sean Connery etwa hat seine Landsleute aufgefordert, in drei Wochen ihr Kreuzchen für die Unabhängigkeit zu setzen.

"Als Schotte und als jemand, der sein Leben lang Schottland wie auch die Kunst geliebt hat, bin ich überzeugt, dass die Gelegenheit für die Unabhängigkeit zu gut ist, um sie zu verpassen", schrieb der frühere James-Bond-Darsteller in der Septemberausgabe des Magazins "Cicero". Wichtiges Detail: Der 84-Jährige lebt selber auf den Bahamas.

Auch sein Schauspielkollege Brian Cox ("Braveheart"), der im schottischen Dundee geboren wurde, ist für ein "Yes" zur Abspaltung. Genau so wie Alan Cumming ("The Good Wife"), der auf seiner Homepage schreibt: "Die YES-Kampagne für die Schottische Unabhängigkeit ist für mich der Inbegriff für Hoffnung, Optimismus und eine positive Einstellung und ich glaube, dass Unabhängigkeit das Beste für Schottland ist."

Andere Schotten wollen lieber mit England, Wales und Nordirland vereint bleiben. Etwa die Trainerlegende Alex Ferguson: Der 72-Jährige spendete Geld für die Kampagne "Better Together".

"Warum sollte man unbedingt eine neue Grenze ziehen wollen zwischen Menschen in einer Welt, die immer kleiner wird, in der wir immer noch Schwierigkeiten haben, miteinander zu leben?", fragte Emma Thompson, Oscar-Preisträgerin und Schottin mütterlicherseits, kürzlich in einem Interview mit dem "Telegraph".

Englische Stars bitten unterdessen die Schotten, sich nicht in die Unabhängigkeit zu verabschieden. Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger, Hollywood-Star Judi Dench und Physiker Stephen Hawking unterzeichneten Anfang August einen offenen Brief, der den Nachbarn im Vereinigten Königreich halten soll.

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