Radio Beromünster war die einzige Tür zur Welt für Hutter. Als Kind und Jugendliche waren Spiele im Wald angesagt statt Besuche von Theater- und Kunstveranstaltungen. "Meine Eltern erlaubten mir nicht mal das Lesen von 'Micky Maus'-Heftchen", sagt die 59-Jährige im Interview mit der "Schweizer Familie".

Entsprechend befreiend waren denn auch ihre ersten Bühnenerfahrungen. "Es war, als ginge ein Fenster auf und mir käme ein Luftstoss entgegen", erinnert sich die Wahl-Tessinerin. Zuerst habe sie das irritiert, doch dann habe sie gewusst: "Das ist es."

Seit 1981 tourte Hutter mit ihren Produktionen in 24 Ländern auf vier Kontinenten, gab über 3000 Vorstellungen. Ihr jüngstes Stück, "Die Schneiderin", handelt vom Tod. Eine schwierige Thematik für einen Clown? "Ja, der Tod ist eines der letzten Tabus, das wir Menschen in der westlichen Gesellschaft haben", sagt Hutter. Entsprechend fein müsse daher die Komik sein.

Sie hat sich auch mit der Frage über ein Leben nach dem Tod befasst. "Ob ich allerdings in den Himmel komme oder als Rosenkohl wieder geboren werde, weiss ich nicht."