Sie ist schmuck: braun, lange Hörner, 800 Kilo. Die achtjährige Milchkuh Circe springt ohne Weiteres über die Hindernisse, die der Winterthurer Reitstallbesitzer Bruno Isliker ihr in den Weg stellt - und dies auch mit Reiterin. Zwei-, dreimal pro Woche trainiere sie, sagt Isliker am Donnerstag im "Landboten".

Circe - benannt nach einer Zauberin aus der griechischen Mythologie - kann fast so gut springen, wie Star-Kuh Sybille. Aber ganz so talentiert sei sie denn doch nicht, sagt ihr Besitzer: "Sie ist kurzbeiniger und auch verfressener". Das stört Isliker aber nicht. Er will Circe nicht auf Höchstleistungen trimmen. Sie soll ihren Spass haben.

Aber nicht nur deshalb wird es Circe wohl kaum je zum Star bringen: Sie ist auch noch schüchtern. Werde es ihr zu laut oder kenne sie die Umgebung nicht, wolle sie fluchtartig verschwinden, sagt Isliker. In einem Fernsehstudio verkrieche sie sich lieber in eine Ecke und mache keinen Mucks.

Star-Kuh Sybille ist in die Jahre gekommen

Ganz anders Sybille. Sie genoss Trubel, Scheinwerferlicht und Applaus. Im Februar 2004 wurde sie mit Reiter Isliker auf dem Rücken zur Wettkönigin in Thomas Gottschalks Samstagabendshow "Wetten, dass ...?" An jenem Abend wurde sie zum Star. Sie hatte Auftritte an Messen und Grossanlässen wie CSI, trat immer wieder am Fernsehen auf.

Sybille ist heute nicht mehr die Jüngste: Mittlerweile ist sie 23-jährig. Springen und rennen sollte sie nicht mehr zu viel. Gesucht habe man eine Nachfolgerin nicht, sagt Isliker. Circe war ihm von ihrer Besitzerin angeboten worden, die keine Zeit mehr für das Tier hatte.