Weihnachten

Christoph Waltz erschreckt US-Amerikaner mit Schmutzli-Brauchtum

Als Österreicher versteht er Traumata: Christoph Waltz (Archiv)

Als Österreicher versteht er Traumata: Christoph Waltz (Archiv)

Schauspieler Christoph Waltz hat US-Fernsehzuschauern die österreichischen Adventsbräuche erklärt - und einigen einen Schrecken eingejagt. Nikolaus' strafender Begleiter Krampus - entspricht etwa dem Schweizer Schmutzli - passt nicht ins versöhnliche US-Festschema.

"Österreich ist ein katholisches Land, es funktioniert über Traumatisierung", sagte Waltz in der Talkshow von Jimmy Fallon. "Krampus kommt mit einem Stock und einem Sack. Wenn man nicht brav war, wird man in den Sack gesteckt und geschlagen."

In den Bergen gebe es auch eine Tradition, die aus dem Mittelalter stamme, erklärte der in Wien geborene Oscar-Preisträger weiter. Dabei legten sich junge Männer Schafsfelle um und setzen furchteinflössende Masken aus Holz auf. "Sie betrinken sich zuerst und stürmen dann durchs Dorf wie die Reiter der Apokalypse", erzählte Waltz einem sichtlich überraschten Moderator.

"Sigmund Freud war Österreicher, das darf man nicht vergessen", fügte Waltz hinzu.

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