Missverstanden

Christo findet Anfragen für Verhüllungskunst «absurd»

Alles Kunstbanausen? Der Künstler Christo fühlte sich durch manche Verhüllungsanfragen missverstanden. (Archivbild)

Alles Kunstbanausen? Der Künstler Christo fühlte sich durch manche Verhüllungsanfragen missverstanden. (Archivbild)

Die Projektkünstler Christo und Jeanne-Claude haben nach ihrer spektakulären Reichstagsverhüllung 1995 unzählige Anfragen von deutschen Bürgermeistern bekommen, Rathäuser und Parkskulpturen zu verhüllen. Das findet der 82-jährige Christo absurd.

"Die Bürgermeister haben nicht verstanden, dass jedes Projekt einzigartig ist und nicht wiederholt werden kann", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. In den Anfragen spiegele sich ein sehr banales Verständnis der Arbeit wider nach dem Motto: "Die packen nur etwas ein wie Verkäufer in der Geschenkwarenabteilung."

Christo und seine 2009 gestorbene Ehefrau Jeanne-Claude wurden mit Grossprojekten wie den "Surrounded Islands" vor Miami (1983) und der Verhüllung des Berliner Reichstags weltberühmt. Im vergangenen Sommer lockte das Projekt "Floating Piers" aus drei Kilometer langen Stegen am Iseo-See in Norditalien 1,2 Millionen Menschen an.

Christos aktuelles Vorhaben ist der Bau einer riesigen Skulptur aus 400'000 Ölfässern in der Wüste von Abu Dhabi. "Die Bauzeit beträgt drei Jahre. Ich bin zuversichtlich, dass wir bald anfangen können", sagte er.

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