In Basel schätzt der 53-Jährige zum Beispiel den Rhein. "Ich sitze oft an seinem Ufer und schaue dem Wasser zu. "Für meine Arbeit brauche ich Ruhe und Frieden. Nur so kann man Dinge erfinden und Fantasien entwickeln", sagte er dem "Sonntagsblick".

Zur Oper gekommen ist Bieito mit 17 Jahren. Eine Schallplattenaufnahme von Puccinis "Tosca" habe ihn mitten ins Herz getroffen, erzählt er. Seither gebe es in ihm die Hingabe zu dieser Kunstform. "Stärker als alles andere. Irgendwie muss ich sogar sagen: Sie hat mir das Leben gerettet."

Ab Sonntag ist der Regisseur auch wieder am Opernhaus Zürich aktiv. Er inszeniert "Der feurige Engel", eine Oper von Sergej Prokofjew. Und er hofft auf Erfolg. Ausgebuht zu werden, mag er nicht. Daran gewöhne man sich nicht. Aber er habe es zu akzeptieren. "Es ist das Recht des Publikums, sich so zu äussern, wenn es nicht bekommt, was es erwartet hat."