Rob Ford bei Jimmy Kimmel

Interviews mit Bürgermeistern sind oft langweilig, trocken und selbstredend. Nicht so die Interviews mit Torontos Bürgermeister Rob Ford.

Der kanadische Skandal-Politiker kennt kein Pardon und hat kein Problem damit, seine Schwächen offen zu legen: «Ich bin nicht gewählt worden, um perfekt zu sein», sagte der 44-Jährige.

In der US-Talkshow «Jimmy Kimmel Live» am Montagabend riet ihm der Moderator, sich helfen zu lassen.

«Dafür muss man sich nicht schämen», sagte Kimmel unter dem Applaus des Studiopublikums, «es wäre ein gutes Vorbild für Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind».

Ford antwortete, es sei einfach, darüber zu reden. «Was zählt, ist doch, was man tut. Ich bin nur ein normaler, durchschnittlicher, hart arbeitender Politiker.»

Bei der Bürgermeisterwahl im Herbst will er erneut kandidieren.

Rob Ford, der Spass-Politiker

Im Mai 2013 wurde bekannt, dass Rob Ford Kontakte zu verurteilten Drogendealern pflegt.

In der Folge wurden über das ganze Jahr hindurch unglaubliche Skandal-Geschichten um Torontos Bürgermeister bekannt.

Schliesslich musste Ford im November gestehen, dass er Drogen konsumierte und ein Alkoholproblem habe, das auf einem Video ersichtlich ist.

Daraufhin entzog der Stadtrat dem Bürgermeister weitreichende Rechte. Rob Ford ist verheiratet und hat zwei Kinder. (sda/sha)

Rob Ford, Bürgermeister von Toronto