Das teilte das Finanzministerium am späten Donnerstagabend mit. Das neue Gesetz sei ein Kompromiss, sagte Schatzkanzler George Osborne. "Es wägt zwischen dem Interesse ab, dass unsere Königin ordentlich finanziert wird, um ihre öffentlichen Pflichten zu erfüllen und dem Interesse des Steuerzahlers, der Rechenschaft und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis fordert", betonte er.

Die Finanzierung des Königshauses, das den Grossteil seiner Einnahmen aus eigenen Geschäften erwirtschaftet, ist in Grossbritannien ein gerne diskutiertes Thema. Zuletzt war Thronfolger Prinz Charles in die Schusslinie geraten, nachdem er seine Ausgaben auf Kosten des Steuerzahlers im vergangenen Jahr deutlich gesteigert hatte. !

Auch sein Bruder, Prinz Andrew, der Aussenhandelsbeauftragter der britischen Regierung ist, steht heftig in der Kritik. Der macht den Job zwar ehrenamtlich, verursachte aber hohe Reisekosten- und Spesenrechnungen. Kritiker stellen in Frage, ob die Gegenleistung des Prinzen angemessen ist.

Diverse königliche Einnahmen

Bisher gibt der Staat dem Königshaus aus mehreren verschiedenen Quellen Geld. Dazu gehören die sogenannte Civil List zur Finanzierung der laufenden Kosten, ein Zuschuss für die Reisekosten als Staatsoberhaupt und ein Zuschuss für den Erhalt der königlichen Paläste sowie für Information und Kommunikation. Dies wird nun nach Angaben des Ministeriums auf einen einzigen, grösseren Zuschuss konzentriert. Die Massnahme sei mit dem Palast abgesprochen, hiess es.

Der neue Zuschuss soll 15 Prozent dessen betragen, was die Crown Estates - im Staatsbesitz befindliche königliche Güter - an Überschuss erwirtschaften. "Das schwankt, aber in den ersten Jahren sind es rund 35 Millionen Pfund", sagte Osborne.