Gemischte Gefühle

Bitterer Abschied von «Tatort"-Schauspielerin Sabine Postel

"Tatort"-Schauspielerin Sabine Postel - hier mit ihrem Kollegen Oliver Mommsen - verabschiedet sich nach rund 22 Jahren mit gemischten Gefühlen von der Krimiserie. (Archivbild)

"Tatort"-Schauspielerin Sabine Postel - hier mit ihrem Kollegen Oliver Mommsen - verabschiedet sich nach rund 22 Jahren mit gemischten Gefühlen von der Krimiserie. (Archivbild)

Die nach rund 22 Jahren als Bremer «Tatort"-Kommissarin Inga Lürsen ausscheidende Schauspielerin Sabine Postel hat zum Abschied ein bitteres Fazit gezogen. Vor allem mit den Experimenten der vergangenen Jahre habe sie wenig anfangen können. «Das war nicht meins.»

Experimente seien grundsätzlich immer gut, und der "Tatort" sei auch immer innovativ gewesen, sagte die 64-Jährige der Illustrierten "auf einen Blick" vom Freitag. "Aber Improvisation ist in diesem Format schwierig, selbst mit gestandenen Schauspielern - und mit Laien finde ich das grenzüberschreitend."

Postel kritiserte auch den Trend zu immer jüngeren Kommissaren. "Das Publikum der Öffentlich-Rechtlichen ist ja schliesslich keine 20 Jahre alt." Diese Zuschauer wollten keinen Ermittler sehen, der aussieht, als habe er gerade sein Abitur gemacht.

Auch die Ermittlerflut mit zur Zeit 22 Teams sei problematisch. "Heute will offenbar fast jede Stadt ein Ermittlerpaar haben." Der letzte "Tatort" mit Postel wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr ausgestrahlt.

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