Experimente seien grundsätzlich immer gut, und der "Tatort" sei auch immer innovativ gewesen, sagte die 64-Jährige der Illustrierten "auf einen Blick" vom Freitag. "Aber Improvisation ist in diesem Format schwierig, selbst mit gestandenen Schauspielern - und mit Laien finde ich das grenzüberschreitend."

Postel kritiserte auch den Trend zu immer jüngeren Kommissaren. "Das Publikum der Öffentlich-Rechtlichen ist ja schliesslich keine 20 Jahre alt." Diese Zuschauer wollten keinen Ermittler sehen, der aussieht, als habe er gerade sein Abitur gemacht.

Auch die Ermittlerflut mit zur Zeit 22 Teams sei problematisch. "Heute will offenbar fast jede Stadt ein Ermittlerpaar haben." Der letzte "Tatort" mit Postel wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr ausgestrahlt.