Stalkerin
«Bitte hab keine Angst vor mir»: Nach der Drohung folgt die Entschuldigung

Die 15-Jährige, die den von ihr angebeteten Berner Teenie-Schwarm Luca Hänni fanatisch verfolgt, hat sich auf Facebook für ihre Drohung entschuldigt. «Ich habe es niiiie ernst gemeint und werde dir und deiner Familie nichts tun», schreibt sie.

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Die junge Stalkerin folgt Luca Hänni auf Schritt und Tritt.

Die junge Stalkerin folgt Luca Hänni auf Schritt und Tritt.

facebook.com

Die 15-jährige Deutsche ist bekannt unter den Luca Hänni Fans. Letztes Wochenende beisst sie den gleichaltrigen Konzertbesucher Florian Ruhland in die Hand. Dieser ist nun für einen Monat arbeitsunfähig.

Bereits früher habe der rabiate Hänni-Fan andere Konzertbesucher angespuckt oder via Facebook bedroht. In den vergangenen Tagen, als die Geschichte mit dem Biss in den Medien für Aufruhr sorgte, hat sich nun der Zorn der Stalkerin gegen ihr Objekt der Begierde selbst gerichtet. Auf ihrer Facebook-Seite «Es gibt viele Menschen auf der Welt, doch der wichtigste ist Luca Hänni» schrieb sie Sachen wie: «Du und deine Familie werdet das noch bereuen. Ich bin auf dem Weg zu dir», oder «Es reicht. (...) Ihr seid tot!».

Anscheinend unterstützt die Mutter des fanatischen Fan sogar noch das Treiben ihrer Tochter und begleitet sie zu jedem Auftritt.

Dieses Wochenende meldete sich Luca Hänni selbst im «SonntagsBlick». Er sagt: «Die beiden sind seit zwei Jahren überall, wo ich auftrete.» Und: «Für mich ist es eine ungewohnte und unangenehme Situation. Schliesslich werde nicht nur ich bedroht, sondern auch meine Familie.»

Seine Mutter Marianne Schmid spricht Klartext: «Man ist hilflos, überlegt, was man unternehmen kann und will. Kurz gesagt: Es macht Angst!».

Derzeit vermeide es Luca Hänni, alleine auf die Strasse zu gehen.

Die Entschuldigung

Nach der Drohung gegen Hänni und seine Familie folgt nun die öffentliche Entschuldigung. Auf Facebook schreibt die Stalkerin: «Es tut mir echt von ganzem Herzen leid was ich da abgezogen habe. Ich hab das niiiiie ernst gemeint und werd dir und deiner Familie nichts tun das Versprechen ich dir!!!» Sie habe nur «über Facebook ihre Wut rausgelassen» und bittet um eine allerletzte Chance.

Trotz der Entschuldigung: Der Shitstorm zieht gerade auf. Kommentare wie «du bist ein krankes stück» und «was für Drogen hast du denn genommen?» sind noch eher harmlos.

Bleibt abzuwarten, wie lange die Seite noch öffentlich sein wird. (nch)