Der Schauspieler Liam Neeson sorgte am Montag mit Aussagen in einem Interview mit «The Independent» Schlagzeilen. Er erzählte, er sei nach der Vergewaltigung einer Freundin mit Rachegelüsten durch «schwarze Gegenden» gezogen um «einen Schwarzen» zu töten.

Hier die umstrittene Aussage:

Auf Social Media warfen ihm daraufhin verschiedene Schauspielerkollegen und Fans Rassismus vor. Andere verwiesen darauf, dass er sich für sein früheres Verhalten bereits in dem ursprünglichen Interview entschuldigt habe. Nun äusserte sich Neeson am Dienstagmorgen in der TV-Show «Good Morning America» (GMA) und entschuldigte sich für die Äusserungen.

«Meine eigenen Gefühle schockierten mich», so der 66-Jährige über seinen Zustand vor mehreren Jahrzehnten auf GMA. Und weiter: «Ich bin kein Rassist.» Damals habe er «die Ehre» seiner Freundin «verteidigen wollen». Heute schäme er sich dafür.

Er habe sich damals Hilfe gesucht, habe mit einem katholischen Priester gesprochen und das Unrecht gestanden, das habe ihm geholfen, so Neeson nun im ABC-Interview. Über sein Verhalten sagte er: "Es schockte mich und es verletzte mich." Ausserdem bestreitet der «Taken»-Star, er habe aus rassistischen Motiven gehandelt.

«Wenn sie gesagt hätte, es sei ein Ire, ein Schotte, ein Brite oder ein Litauer gewesen, hätte ich genau gleich reagiert», so Neeson auf GMA. «Ich wollte nur Ehre zeigen und für meine Freundin in einer furchtbar mittelalterlichen Art einstehen.»

Kein roter Teppich nach Rassismus-Kontroverse 

Kurz vor der Premiere des neuen Neeson-Films "Cold Pursuit" am Dienstagabend (Ortszeit) in New York ist der geplante Empfang für das Filmteam auf dem roten Teppich abgesagt worden, wie US-Medien berichteten.

Gewöhnlich gibt es dabei Gelegenheit für Presse und Schaulustige, Fotos und Interviews zu machen. Der Action-Film werde in dem Kino am New Yorker Lincoln Square aber gezeigt, hiess es.