Haftstrafe

Bill Cosby stellt Antrag auf Freilassung gegen Kaution

Der wegen sexuellem Missbrauch verurteilte US-Schauspieler Bill Cosby will nicht länger in dem "Raum aus Stahl und Eisen" sitzen, sondern gegen Kaution freikommen. (Archivbild)

Der wegen sexuellem Missbrauch verurteilte US-Schauspieler Bill Cosby will nicht länger in dem "Raum aus Stahl und Eisen" sitzen, sondern gegen Kaution freikommen. (Archivbild)

Der wegen sexueller Nötigung verurteilte Ex-Schauspieler und -Comedian Bill Cosby kämpft darum, gegen Kaution freizukommen. Am Mittwoch stellten seine Anwälte einen entsprechenden Antrag.

Ihrer Meinung nach verzögert Richter Steven T. O'Neill Cosbys mögliches Berufungsverfahren unnötig, weil er zu lange für seine Begründung der ersten Entscheidung brauche.

"Eine Kaution ist angebracht, angesichts von Cosbys fortgeschrittenem Alter und der hohen Wahrscheinlichkeit, dass seine Verurteilung einem Berufungsverfahren nicht standhalten dürfte", argumentieren die Anwälte in dem auf der Facebook-Seite des 81-Jährigen veröffentlichten Antrag.

Cosby war wegen sexueller Nötigung in drei Fällen schuldig gesprochen und im September zu drei bis zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das genaue Strafmass steht noch aus. In den Vereinigten Staaten werden Schuld und Strafe oft getrennt voneinander verkündet. Cosby sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis in Pennsylvania. Im Prozess ging es um einen Fall aus dem Jahr 2004, insgesamt hatten mehr als 60 Frauen Cosby sexuelle Übergriffe vorgeworfen.

Schon in einer früheren Mitteilung hatte sich Cosby über die Umstände seiner Haft beklagt. Er hatte in einem Facebook-Posting seine "politischen Anschauungen" als Grund dafür bezeichnet, dass er nun "in einem Raum aus Stahl und Eisen" sitze. Ausserdem verglich er seine Zelle mit denen von "einigen der grössten politischen Gefangenen" wie Martin Luther King Jr., Mahatma Gandhi und Nelson Mandela.

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