Befangenheitsantrag abgelehnt: Kachelmann-Prozess geht weiter
Befangenheitsantrag abgelehnt: Kachelmann-Prozess geht weiter

Zwei Richter sollten ausgewechselt werden, forderten Kachelmanns Anwälte. Ihr Begehren wurde jetzt abgelehnt. Damit wird der Prozess wie geplant fortgesetzt.

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Der Prozess gegen Kachelmann geht weiter: Letzten Montag musste er das erste Mal vor Gericht erscheinen. Die erste Runde dauerte aber gerade Mal zwei Minuten. Seine Anwälte reichten einen Antrag ein, in dem sie die Absetzung von zwei Richtern forderten, weil diese befangen seien.

Betroffen waren der Vorsitzende Richter, Michael Seidling, und die beisitzende Richterin Daniela Bültm. Die Anwälte befürchteten, die beiden seien nicht unvoreingenommen gegenüber Kachelmann. Denn der Vorsitzende Richter ist im selben Sportclub wie der Vater der Klägerin, die sagt, Kachelmann habe sie vergewaltigt und mit einem Messer bedroht. Die beisitzende Richterin Bültm soll die Klägerin in einem Interview als «Opfer» bezeichnet haben.

Jetzt haben die Richter im Prozess, die vom Befangenheitsantrag nicht betroffen sind, gemeinsam mit weiteren Richtern beschlossen, den Antrag abzulehnen.

Der Prozess wird in Mannheim am nächsten Montag, dem 13. September fortgesetzt. (mik)