Zu viele Schatten

Barrie Kosky war vor der ersten «Meistersinger"-Probe nervös

Der Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, Barrie Kosky, steht am 14. Juli 2017 in Bayreuth (Bayern) vor dem Festspielhaus.(Archiv)

Der Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, Barrie Kosky, steht am 14. Juli 2017 in Bayreuth (Bayern) vor dem Festspielhaus.(Archiv)

Barrie Kosky, Intendant der Komischen Oper Berlin, war mulmig zu Mute, als er in Bayreuth als Regisseur mit den Proben zu «Die Meistersinger von Nürnberg» begann.

"Ich war nervös bis zur ersten Probe. Ich habe gedacht, da gibt es zu viele Schatten und Geister", sagte der 50-Jährige in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur vor dem Auftakt der Richard-Wagner-Festspiele am 25. Juli.

"Ich habe immer gedacht: Oh Gott, es ist Bayreuth, es ist diese Geschichte, diese Familiengeschichte im Dritten Reich, dieser pseudo-religiöse Kult - all das waren Gründe, warum ich zunächst Nein gesagt habe."

Kosky hatte die Anfrage von Festivalchefin Katharina Wagner erst nach längerer Bedenkzeit angenommen. Doch am ersten Probentag sei der "Zauberspuk" verschwunden: "Wagner hat keine Macht mehr über meine Arbeit. Das war ein sehr schönes Gefühl. Und es wird anhalten."

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