Der ehemalige Bundesrat Joseph Deiss hatte Obama von dessen Freiburger Wurzeln erzählt, und zwar als Deiss von Herbst 2010 bis Herbst 2011 Präsident der UNO-Generalversammlung war und in dieser Funktion den damaligen US-Präsidenten persönlich getroffen hatte. Davon wiederum weiss der Rieder Alt-Gemeindepräsident Ernst Maeder, wie das "Bieler Tagblatt" am Montag berichtete.

Gleichwohl ist es nicht so einfach, Obama ins Seeland zu bringen, obwohl dieser - so Maeder weiter - gegenüber Deiss sein Interesse an einem solchen Besuch bekundet habe. Nun, da der 55-Jährige Amerikaner in Frühpension gegangen ist, könnte es vielleicht klappen. Das "Bieler Tagblatt" hat ihm jedenfalls in bestem "Anglais fédéral" eine Einladungsmail zugeschickt.

Erhalten hat Obama auch eine Einladung auf Briefpapier und in deutscher Sprache. Verfasst hat sie der Rieder Gemeindepräsidenten Heinz Etter. Die erste Einladung verschickte die Freiburger Gemeinde bereits im Jahr 2010, als sie Obama "in absentia" zu ihrem Ehrenbürger ernannte.

Auch die Schweizer Botschaft in Washington ist bei Obama in dieser Sache schon vorstellig geworden, ebenfalls ohne Erfolg. Aber Ried gibt nicht auf. Man plant die Gründung eines Komitees, das Obama endlich heimholen soll. Als Präsident wäre Joseph Deiss zu empfehlen, schreibt das "Bieler Tagblatt".