Literaturwettbewerb

Bachmannpreis-Kandidatinnen hielten sich an den Händen

Bibberten händchenhaltend um den Bachmannpreis: Siegerin Nora Gomringer im Vordergrund, dahinter die drittplatzierte Dana Grigorcea und hinter ihr der Berner Jürg Halter, der es ebenfalls auf die Shortlist geschafft hatte (ORF)

Bibberten händchenhaltend um den Bachmannpreis: Siegerin Nora Gomringer im Vordergrund, dahinter die drittplatzierte Dana Grigorcea und hinter ihr der Berner Jürg Halter, der es ebenfalls auf die Shortlist geschafft hatte (ORF)

Beim Bachmannwettbewerb war am Sonntag Frauentag: Alle drei Preise gingen an Damen. Das Abstimmungsverfahren sei aufreibend gewesen, meinten alle. «Wir hielten uns an den Händen», sagte Bachmannpreisträgerin Nora Gomringer. «Bei Männern ist das unvorstellbar.»

Mit im Händchen-Haltekreis war neben den beiden Schweizer Preisträgerinnen Gomringer und Dana Grigorcea auch die dritte Eidgenossin Monique Schwitter: Sie hatte es ebenfalls auf die Shortlist geschafft, ging aber leer aus.

Grigorcea würdigte die Tage in Klagenfurt als "eine einmalige Chance, hier als Autor Kraft zu tanken im Kreise von Leuten, die einen ernst nehmen". Die Abstimmungen seien jedoch "ein unglaublich hartes Erlebnis" gewesen. "Ich bin nicht gewohnt, dass über meine Literatur abgestimmt wird."

Die Österreicherin Valerie Fritsch fand es "sehr angenehm", dass heuer gleich zehn Frauen teilgenommen hatten, "so konnte man sich jederzeit problemlos Haarspangen oder Shampoos ausborgen".

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