Technologie

Autorin Sibylle Berg kann Kritik an Online-Welt nichts abgewinnen

Wäre gerne ein Friedensgöttin: Autorin Sibylle Berg (Homepage)

Wäre gerne ein Friedensgöttin: Autorin Sibylle Berg (Homepage)

Schriftstellerin Sibylle Berg hält nichts von der These, dass die technologischen Möglichkeiten der Gegenwart die Desorientierung befördern. «Das Netz hat keinen Einfluss auf die Rat- und Planlosigkeit junger Menschen. Die gehören zum Normalzustand», sagte sie.

"Ich glaube nicht, dass man sagen kann, dass bei irgendeinem jungen Menschen in der Online-Welt etwas auf der Strecke bleibt - ausser vielleicht die Intimsphäre, wenn er sich blöd anstellt", erklärte die 51-Jährige gegenüber der Zeitung "Bund": "Vielmehr bietet das Internet Möglichkeiten, die ich in meiner Jugend noch nicht hatte."

Unentschlossenheit ist gemäss Berg eine Konstante für junge Leute. In ihren Arbeiten interessiert sich die Wahlzürcherin für Menschen, die überfordert sind "mit allen Ansprüchen, die man an ein Leben stellen kann. Glücklich soll es sein, erfüllt, zufrieden, und endet doch so oft in etwas sehr Traurigen, weil es für nichts eine Sicherheit gibt".

Gerne wäre sie "eine allmächtige Göttin und würde allen Menschen Frieden und Glück schenken", sagte Berg weiter. Das neuste Stück der Wahlzürcherin, "Es sagt mir nichts, das sogenannte Draussen", wird am Wochenende im Rahmen des Festivals AUAWIRLEBEN in Bern gezeigt.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1