Stattgefunden hat die Veranstaltung bereits vor zwei Wochen, aber erst jetzt drang Mantels hartes Urteil an die Öffentlichkeit. Die Autorin hatte sich in der Vorlesung mit dem Schicksal von Frauen an königlichen Höfen und ihrer Rolle in der Öffentlichkeit befasst.

"Sie erscheint wie Präzisionsarbeit, von einer Maschine gemacht. So anders als Diana, deren menschliche Besonderheit und emotionale Unkontrolliertheit sich in jeder ihrer Gesten zeigte", wird Mantel unter anderem im "Guardian" zitiert.

"Kate scheint für ihre Rolle als Prinzessin ausgewählt worden zu sein, weil sie tadellos ist: unglaublich dünn, ohne Eigenarten, ohne Kuriositäten, ohne das Risiko, dass sie Charakter zeigt", fügte die Autorin an.

Mantel hatte vor drei Wochen für ihr neuestes Buch "Bring up the Bodies" den Costa-Literaturpreis erhalten. Zuvor hatte sie für den Roman bereits den Booker-Preis bekommen.

Ein Sprecher der Autorin sagte dem "Daily Telegraph", dass die Vorlesung nicht als Kritik, sondern "mitfühlend" gedacht gewesen sei, da die Autorin über königliche Frauen als Opfer ihres Dilemmas gesprochen habe.