"Die wirkliche Welt und eine andere, irreale Welt bestehen zugleich, sie hängen ganz eng miteinander zusammen", sagte der Schriftsteller gegenüber der Wochenzeitung "Die Zeit".

Starke Konzentration mache es ihm selbst möglich, die Seiten zu wechseln, erklärte Murakami, der am Sonntag 65 Jahre alt wird: "Ich kann kommen und gehen. Das passiert in meiner Literatur." Für seine Bücher recherchiere er nicht gern.

"Das hemmt die Vorstellungskraft", sagte der Japaner: "Je stärker die Fantasie arbeitet, desto wahrhaftiger wird das Bild." Doch er räumt ein: "Ein kleines bisschen gucke ich mir auch mal bei Wikipedia an." Murakamis neuer Roman "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" erscheint in diesen Tagen auf Deutsch.