"Zwei Menschen lieben sich, sie sind richtig gute Eltern, richtig gute Freunde, richtig gute Familienmanager. Warum entfernen sie sich dann trotzdem immer weiter voneinander?", beschreibt er die Handlung von "Hier bin ich" im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung".

Vor seiner Haustür in Brookyln beobachtet der Autor die übervorsichtigen Helikopter-Eltern. "Kinder bekommen heute in einem Masse visuelle Aufmerksamkeit geschenkt, das einfach absurd ist." Daran können Ehen zugrunde gehen, "sie sterben langsam und leise und meist auf einer Art, bei der man nicht im Spital landet."

Rückschlüsse auf seine eigene Scheidung lässt Foer allerdings nicht zu, seine Romane hätten mit dem eigenen Leben gar nichts zu tun: "Ich schreibe ja nicht, um alte Rechnungen zu begleichen oder mit etwas abzurechnen." 2014 trennte er sich nach zehn Jahren Ehe von der Schriftstellerin Nicole Krauss.