Er hoffe, ein weltliches Gericht verurteile den homophoben Bischof dazu, Molières "Tartuffe" zu lesen, "vielleicht würde er dann erkennen, dass Entsagung und Heuchelei siamesische Zwillinge sind", sagte der mehrfach preisgekrönte Autor der "Schweiz am Sonntag".

Er selber habe wegen seiner sexuellen Orientierung "so gut wie nie diskriminierende Erfahrungen gemacht", sagt der 62-Jährige. Huonder komme ihm daher extrem anachronistisch vor: "als sässe man vor einem Schwarzweiss-Fernseher und müsste sich noch einmal eine 'Tagesschau' von 1965 ansehen".