Südpol-Expedition

Australische Abenteurer erreichen Südpol auf Skiern

Die Skiwanderer James Castrission und Justin Jones brauchten 62 Tage bis zum Südpol (Symbolbild)

Die Skiwanderer James Castrission und Justin Jones brauchten 62 Tage bis zum Südpol (Symbolbild)

Zwei junge australische Abenteurer haben am Silvestertag nach eigenen Angaben den Südpol erreicht. Wie der 29-jährige James Castrission und sein 28-jähriger Partner Justin Jones in ihrem Internetblog mitteilten, brauchten sie für ihre 1130 Kilometer lange Skiwanderung 62 Tage.

Mit der Expedition wollen sie 100 Jahre nach Roald Amundsens Ankunft am südlichsten Punkt der Erde einen Rekord aufstellen: Sie wollen als erste ohne Unterstützung den Hin- und Rückweg nur auf Skiern schaffen.

Wie die beiden weiter mitteilten, könnte es aber Probleme geben. Um noch ihren Rückflug raus aus der Antarktis zu bekommen, müssten sie binnen 28 Tagen ein Flugfeld an der Küste erreichen. Ausserdem werde die Nahrung knapp.

Essen muss rationiert werden

Schlechtes Wetter habe sie etwa zehn Tage in ihrem Zeitplan zurückgeworfen. "Wir haben noch einiges an Strecke zu machen und wir haben nicht mehr viel Essen übrig", sagte Jones in einem Podcast. "Aber das ist es doch, worum es bei Abenteuern geht." Für den Rest des Weges müssten die Rationen halbiert werden. Beide hätten auf dem anstrengenden Trip schon viel Gewicht verloren, obwohl sie täglich Spezialnahrung zu sich genommen hätten, die an Kalorien etwa dem Wert von 15 Hamburgern entspreche.

"Um ehrlich zu sein, keiner von uns beiden weiss, ob wir es zurück zur Küste schaffen. Wir werden alles geben, was wir haben, und wir sind entschlossen, gegen die Antarktis über die vollen 15 Runden zu gehen", so Jones in Anspielung auf einen Boxkampf.

Für sie sei es am Südpol ein sehr emotionaler Moment. "Dieses Gefühl, das Amundsen und Kapitän Scott vor 100 Jahren gehabt haben müssen, dieses Gefühl der Isolation".

Der Norweger Amundsen hatte am 14. Dezember 1911 als erster Mensch den Südpol erreicht und das legendäre Rennen gegen seinen britischen Rivalen Robert Scott gewonnen. Scott schaffte es zwar einen Monat später auch zum Pol. Er und sein Team kamen aber auf dem Rückweg in der Eiswüste ums Leben.

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