Antarktis-Rekord

Australier brechen Rekord für längsten Antarktis-Trip ohne Hilfe

Der Marsch durch die Antarktis ist beschwerlich (Symbolbild)

Der Marsch durch die Antarktis ist beschwerlich (Symbolbild)

Zwei australische Abenteurer haben ihren Marsch durch die Antarktis ohne Hilfsmittel beendet. Dabei stellten der 29-jährige Buchhalter James Castrission und der ein Jahr jüngere Justin Jones einen neuen Rekord auf.

Sie kehrten am späten Donnerstagabend (Ortszeit) an ihre Ausgangsstation zurück und legten damit in der Polarregion 2270 Kilometer auf Skiern zurück.

Die beiden waren 89 Tage auf einem Marsch vom Rand der Antarktis bis zum Südpol und wieder zurück unterwegs. Der bisherige Rekord für eine Antarktisreise ohne Unterstützung durch Hilfslieferungen aus der Luft oder durch Segel lag bei 1800 Kilometern.

"Es ist ein absolut fantastisches Gefühl", sagte Castrission bei der Ankunft. "Es waren knappe drei Monate extremer Härte und manchmal war es einfach nur unser Ziel, dieses Abenteuer zu überleben".

Letzten Flug erwischt

Nun könne er es kaum mehr erwarten, wieder nach Australien zu fliegen. "Trotz der Blasen, Geschwüre, Schmerzen und der Müdigkeit fühle ich mich grossartig", fügte Jones hinzu. Psychisch und physisch gesehen sei der Trip aber das Schwerste gewesen, das er je getan habe. Zwischendurch hatten die Männer wegen Schlafmangels und Mangelernährung sogar Halluzinationen.

Das Duo hatte den Südpol am Silvestertag erreicht. Bis spätestens diesen Freitag mussten sie wieder zurück sein, um den letzten Rückflug der Saison aus der Antarktis zu erwischen.

In Vorbereitung auf ihre zermürbende Reise, bei der die Temperaturen im Durchschnitt bei Minus 25 Grad Celsius lagen, legten beide 20 Kilogramm zu. Während des gesamten Trips zogen sie Gepäck im Umfang von 160 Kilogramm auf einem Schlitten mit sich.

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