Geschlechterrollen

Auch Investorin Müller-Möhl muss gegen Klischees ankämpfen

Mit Klischees konfrontiert: Carolina Müller-Möhl (Archiv)

Mit Klischees konfrontiert: Carolina Müller-Möhl (Archiv)

Selbst die schwerreiche Investorin Carolina Müller-Möhl muss sich mit Rollenklischees herumschlagen. «Als Frau wird man immer wieder mit unbewussten Vorurteilen konfrontiert»,, sagte die 44-Jährige, die auch schon für eine Sekretärin gehalten wurde.

«In den ersten Tagen nach der Gründung der Müller-Möhl-Gruppe hatte ich eine Sitzung mit zwei Herren aus den USA. Als ich das Sitzungszimmer betrat, fragten Sie mich, ob ich ihnen einen Kaffee bringen kann. Sie dachten, ich sei die Sekretärin. Ich habe den Kaffee geholt und danach ganz selbstverständlich die Sitzung eröffnet», sagte Müller-Möhl gegenüber der «Berner Zeitung».

Ein Patentrezept für eine erfolgreiche Karriere gebe es nicht, sagte die Multimillionärin weiter: "Man muss neben den üblichen Voraussetzungen wie der richtigen Einstellung und Ausbildung auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Zudem sollte man seine Netzwerke nutzen und den Mut haben, eine Anfrage anzunehmen."

Müller-Möhl sitzt heute unter anderem im Verwaltungsrat der Unternehmensgruppe Orascom. Mit der im Jahre 2000 gegründeten Müller-Möhl Group bewirtschaftet sie das Vermögen ihres verstorbenen Mannes. Sie ist Mutter eines 15-jährigen Sohnes.

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