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Ariella Käslin: «Jetzt kann ich meinem Herzen folgen»

berraschend trat die Kunstturnerin Ariella Kaeslin am Montag zurück. Gerüchte, wonach der Entscheid mit Burn-out oder der Liebe zusammenhänge, weist die Turnerin nun weit von sich. Sie möchte nun Marathon laufen.

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Ariella Käslin freut sich auf mehr Freiraum

Ariella Käslin freut sich auf mehr Freiraum

Chris Iseli

„Wenn man an seine Grenzen kommt, hat man doch nicht gleich ein Burn-out. Ich stand jeden Morgen auf und wusste, was ich zu tun hatte. Ich hatte nie Motivationsprobleme.“, sagt Käslin im Interview mit der Zeitung „Der Sonntag“. Sie dementiert Gerüchte, der Entscheid hänge mit Burn-out oder der Liebe zusammen. Auch stimme es nicht, dass sie sich verliebt habe: „Es hat überhaupt nichts damit zu tun. Ich bin Single. Und das ist tiptop so.“

Sie habe in den letzten Jahren während ihrer Sportkarriere immer versucht sich selbst zu sein, das tue sie nun auch mit dem Entscheid. In Berlin an der Europameisterschaft habe sie gemerkt, dass sie Zweifel habe. «Immer mehr spürte ich: Die normale Frau in mir drückt durch, die Frau, die leben wil», so Käslin.

Kinder nicht vor 30

Nun freut sich Käslin darauf, auch mal auschlafen zu können. Bis heute sei in ihrem Leben alle vorgegeben gewesen. «Jetzt kann ich meinem Herzen folgen.»

Später könne sie sich eine Familie vorstellen, aber bis 30 sei das kein Thema. „Heiratsanträge würde ich sofort ablehnen“, sagt sie lachend. Ein Comeback zu einem späteren Zeitpunkt schliesst Kaeslin nicht völlig aus. Und sie verrät im „Sonntag“, dass sie Marathon laufen möchte: „Seit ich klein bin, fasziniert mich der Marathon. Er ist auf meiner To-do-Liste. Schauen wir mal.“

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