Niederlage

Antrag von Polanski von Gericht abgelehnt

Roman Polanski in Frankreich (Archiv)

Roman Polanski in Frankreich (Archiv)

Oscar-Preisträger Roman Polanski ist entgültig gescheitert mit seinem Antrag, das Vergewaltigungsverfahren gegen ihn nach 32 Jahren endlich für geschlossen zu erklären. Dies berichtete die «Los Angeles Times».

Polanski argumentierte in seinem Antrag, dass bei dem ursprünglichen Verfahren 1978 juristische Fehler gemacht worden seien. Diese hätte die Filmemacherin Marina Zenovich kürzlich in ihrer Fernsehdokumentation "Roman Polanski: Wanted and Desired" aufgedeckt. Der Richter vom Superior Court in Los Angeles lehnte den Antrag von Polanski jedoch ab.

Im Februar hatte der Richter Polanski eine Frist gesetzt, bis zum 7. Mai in Los Angeles zu erscheinen, um sein Anliegen persönlich vorzutragen. Der 75-Jährige und seine Anwälte blieben dem Gerichtstermin jedoch fern. Weil Polanski in den Augen der amerikanischen Justiz seit 1978 als flüchtig gilt, droht ihm bei der Einreise in die USA die Festnahme.

Der in Polen geborene Filmemacher hatte sich damals schuldig bekannt, eine 13-Jährige in der Villa von Hollywoodstar Jack Nicholson (72) mit Champagner und Drogen gefügig gemacht und verführt zu haben. Sex mit einer Minderjährigen gilt in Kalifornien automatisch als Vergewaltigung. Polanski verbrachte 42 Tage unter psychiatrischer Beobachtung, floh aus Angst vor einer längeren Gefängnisstrafe dann aber unmittelbar vor der Urteilsverkündung nach Frankreich.

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