Kachelmann
Anklage gegen Jörg Kachelmann wahrscheinlich

Die Staatsanwaltschaft rechnet im Fall von Jörg Kachelmann mit einer Anklage - die Wahrscheinlichkeit dafür sei hoch.

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Finstere Aussichten: Offenbar muss sich Jörg Kachelmann (51) auf einen längeren Haftaufenthalt einrichten. Nachdem zunächst davon ausgegangen worden war, der Wetter-Experte könne bald aus der Untersuchungshaft entlassen werden, wird er sich nun wohl noch etwas gedulden müssen. Laut der Staatsanwaltschaft besteht nach wie vor "dringender Tatverdacht und Fluchtgefahr."

Zudem wird eine Anklage immer wahrscheinlicher, wie der Sprecher der Mannheimer Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann, gegenüber dem 'Mannheimer Morgen' bestätigte: "Sobald die Verurteilungswahrscheinlichkeit bei 51 Prozent liegt, kommt es auch zur Anklage. Nach derzeitigem Stand, und nur nach diesem, liegt die Wahrscheinlichkeit im Fall Kachelmann deutlich höher."

Ein neuer Haftprüfungstermin, in dem geklärt wird, ob Kachelmann in der Untersuchungshaft bleiben muss, steht noch nicht fest.

Seit seiner Verhaftung 20. März wurden die Vorwürfe gegen den beliebten Moderator immer brisanter. Seine ehemalige Lebensgefährtin, die Kachelmann wegen Vergewaltigung angezeigt hatte, sprach auch davon, dass er sie gewürgt habe. Ein Arzt soll bei der Frau schwere Erstickungsmerkmale am Hals festgestellt haben sowie Hämatome an beiden Oberschenkeln.