2000 weilte Jolie in Kambodscha, um den Action-Film "Tomb Raider" zu drehen. "Ich begann zu reisen und realisierte, dass soviel passierte, von dem ich nichts wusste", sagte sie dem Magazin "National Geographic".

Ab Dienstag lädt die Sonderbotschafterin zusammen mit dem britischen Aussenminister William Hague zu einer internationalen Konferenz zum Thema sexuelle Gewalt in Kriegsgebieten ein. "Ich hoffe, dass in ein paar Jahren, wenn irgendwo Krieg ausbricht, jene, die erwägen einen Mann, eine Frau oder ein Kind zu vergewaltigen, sich der Konsequenzen ihrer Aktionen sehr bewusst sein werden", beschrieb Jolie kürzlich im "Guardian" das Ziel ihres Engagements.

Im vergangenen Jahr reiste der Weltstar mit Hague nach Afrika, um sich mit von Soldaten vergewaltigten Frauen zu treffen. "Wir wollen Informationen aus erster Hand bekommen, von Leuten, die Vergewaltigungen und sexuelle Gewalt während des Konflikts im Osten des Kongo erfahren mussten", sagte Jolie. Kürzlich besuchte die Schauspielerin Frauen, die während des Bosnienkriegs in den 1990er Jahren vergewaltigt wurden.

Jolie will sich künftig noch mehr als bisher der humanitären Arbeit widmen. "Ich hatte eine wundervolle Karriere", verriet sie an der Pressekonferenz zu ihrem neusten Film "Maleficent". "Ich bin sicher, dass es noch mehr Filme gibt, aber ich möchte mich aufs Schreiben und die Regiearbeit konzentrieren und vor allem auf meine UNO-Arbeit."