Landesmuseum

Alt-Bundesrat Blocher ersteigert 2000 Jahre alten Fusskelch

Landesmuseum in Zürich (Archiv)

Landesmuseum in Zürich (Archiv)

Alt-Bundesrat Christoph Blocher stellt dem Landesmuseum in Zürich einen über 2000 Jahre alten Fusskelch als Leihgabe zur Verfügung. Das 1,5 Kilogramm schwere Prunkstück aus purem Gold wird ab dem 1. August in der neuen Ausstellung zu sehen sein.

Der Fusskelch stammt aus dem Jahre 1755 und war ein Geschenk von protestantischen Schweizer Städten an den Markgrafen von Baden, wie der ehemalige SVP-Bundesrat auf "Teleblocher" sagte. Zuletzt war er im Besitz des verstorbenen Modeschöpfers Yves Saint-Laurent, dessen Sammlung in Paris unter den Hammer kam.

Das Landesmuseum habe ihn über Mittelsmänner auf das wertvolle Kunstwerk aufmerksam gemacht, sagte Blocher weiter. Ersteigert habe er den Kelch, weil er der Meinung sei, dass dieses Kunstwerk in die Schweiz gehöre. Der Goldpreis betrage zwischen 50'000 und 60'000 Franken - der Fusskelch sei aber "wesentlich wertvoller".

Das Kunstwerk hat Blocher nach eigenen Angaben dem Landesmuseum als Leihgabe zur Verfügung gestellt mit der Bedingung, dass es ausgestellt wird. Werde das Werk dort nicht mehr benötigt, komme es wieder zurück in seine Villa in Herrliberg ZH.

Bereits im Juni hatte sich Blocher als Kulturmäzen betätigt, als er die neu gegründete Stiftung "Schweizer Musikinsel Rheinau" mit 20 Millionen Franken unterstützte. Auf der Klosterinsel im zürcherischen Rheinau entsteht bis 2013 ein nationales Musikzentrum.

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