Er sei durch Frauen zur Schauspielerei gekommen. Sie haben ihn gewollt, gemacht und ihm alles gegeben, wie Delon in einem am Freitag erschienenen Interview der französischen Tageszeitung "Le Monde" formulierte.

Sie seien in ihn verliebt gewesen und in ihren Augen habe er gesehen, dass er der Schönste, Grösste und Stärkste sei und deshalb sei er Schauspieler geworden, erklärte er.

In den 60er und 70er Jahren war Delon, der mit "Der eiskalte Engel" und "Der Leopard" weltberühmt wurde, ein grosser Filmstar. Er galt als einer der schönsten Männer des französischen Kinos. Zu seinen bedeutendsten Erfolgen gehört "Der Schwimmingpool" mit Romy Schneider, mit der er eine turbulente Beziehung hatte.

In seiner Karriere hat Delon mehr als 80 Filme gedreht. Jedoch nie mit einer Frau als Regisseurin, was er in dem Interview bedauert. Vor seinem Tod würde er gerne noch vor der Kamera einer Frau stehen. Bislang ist sein Wunsch nicht in Erfüllung gegangen. Als Grund vermutet er, dass die Filmemacherinnern Angst vor ihm hätten.

Als junger Mann sei er auch Opfer sexueller Belästigungen geworden, sagte Delon. "Zwei oder drei Frauen haben mich belästigt. Ich habe das akzeptiert", sagte er in dem Interview. Die Polizei habe er jedoch nicht gerufen, er sei darüber glücklich gewesen.