Zuschauer der "Electrified" betitelten Aktion, die per Livestream auch an öffentliche Orte in London, Peking, Tokio und Sydney übertragen wird, können dem durch einen speziellen Anzug geschützten Blaine Stromschläge verpassen, wie US-Medien am Mittwoch berichteten.

Gigantische Blitze zucken dann von den Stromerzeugern zu den Händen und Füssen des 39-Jährigen und werden durch den rund 13 Kilogramm schweren Schutzanzug abgeleitet. "Es fühlt sich an, als wäre dein ganzer Körper von statischer Elektrizität umgeben - diese, die das Haar hochstehen lässt", sagte Blaine der "New York Times".

"Es tut nicht weh, aber es ist komisch. Ich habe keine Ahnung, was eine 72 Stunden lange Aussetzung an diese elektromagnetischen Kräfte mit den Elektronen in meinen Zellen und den Neutronen in meinem Gehirn machen wird", betonte der Künstler.

Bis an die Grenzen

Der gebürtige New Yorker hatte sich 2003 bei seiner bisher umstrittensten Aktion 44 Tage lang ohne Essen über dem Themse-Ufer in London in einer gläsernen Zelle aufhängen lassen. Er musste anschliessend wegen Unterernährung ins Spital.

1999 liess sich Blaine für sieben Tage in Manhattan lebendig begraben, ein Jahr später hielt er es mehr als 60 Stunden lang eingefroren in einem Eisblock aus.