Den Vorwurf, er habe einen Auftragsmörder angeheuert, wies Rudd als "aberwitzig" zurück. Anfang November hatte die neuseeländische Justiz Anklage gegen Rudd wegen eines Mordkomplotts erlassen, diese wegen der dünnen Beweislage aber rasch wieder zurückgezogen. Er muss sich aber weiter wegen Morddrohung und Drogenbesitzes verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft Rudd vor, in einem Telefonanruf einen Geschäftspartner und dessen Tochter mit dem Tod gedroht zu haben. In einem weiteren Telefonat mit einem anderen Geschäftspartner habe er die Morddrohungen zuvor angekündigt.

Während einer Hausdurchsuchung bei Rudd stiessen die Ermittler ausserdem auf Marihuana und Methamphetamine. Dem Australier, der seit 1983 in Neuseeland lebt, drohen bis zu sieben Jahre Haft. Er ist derzeit gegen Kaution auf freiem Fuss. Der nächste Gerichtstermin ist für den 10. Februar angesetzt.

Rudd gilt als ebenso geniales wie schwieriges Mitglied der Hardrockband um Gründer Malcolm Young. Nach Drogeneskapaden stieg Rudd im Jahr 1983 aus der Band aus, elf Jahre später kehrte er wieder zu AC/DC zurück.

Nachdem kürzlich Youngs schwere Demenzerkrankung bekannt geworden war, ist der Fall Rudd ein weiterer schwerer Schlag für die Band, die im kommenden Jahr mit ihrem neuen Album auf Tournee gehen will.