Anlass für diesen Schritt sei ein "trauriger Zwischenfall", den Binsack im Polareis mit einem Eisbären hatte. Die Nidwaldnerin war mit ihrer Expeditionsgruppe unterwegs Richtung Nordpol. Eine Salami, die eine Expeditionsteilnehmerin auf den Schlitten gelegt hatte, lockte einen Eisbären an, der sich an der Wurst gütlich tat.

Der Expeditionsführer gab darauf den Befehl, den Bären zu erschiessen. Zuvor wurde nur ein Warnschuss abgegeben. Getroffen rannte der Bär davon. Der in den Augen der Abenteurerin unbedachte Schuss macht sie betroffen. "Als ich im Zelt sitze, fängt meine Seele an zu weinen", berichtet Binsack in ihrem Blog. Einen Tag später, am 12. April, erreichte sie den Nordpol.

"Ich fühle mich für den Bären verantwortlich", schreibt Binsack. Der Bär sei gegenüber Schusswaffen machtlos und somit das schwächste Glied.

Binsack hatte den Vorfall gefilmt und schickte das Material an die Polizei und einen Wissenschaftler. Ihr wird mitgeteilt, dass der Bär, durch den Schuss verletzt, wahrscheinlich einen langsamen Hungertod erleiden werde.